Roni, ich versuche mich mal mit einer Antwort...
Das, was du schilderst, hört sich nicht nach einem Zusammenleben an, wo alle Beteiligten so glücklich sind. Beim ersten Teil deines Beitrages fand ich es nicht so dramatisch, dass die Katze allerdings in der Küche kotet vor Angst, ist keineswegs normal.
Zunächst einmal: Kater und Katzen sind in der Zweier-Kombi nicht die optimale Konstellation (Ausnahmen bestätigen die Regel), weil sie vom Wesen her sehr unterschiedlich sind. Auch, wenn es sich um Geschwister handelt, dieser Bonus wird - ob Freigänger oder nicht - nach einiger Zeit nicht mehr von Bedeutung sein. Das soll nicht heißen, dass beide nicht zusammen leben können ! Ganz im Gegenteil, dennoch müssen wir uns den Unterschied in der Bestimmung immer vor Augen halten. Und: es gibt durchaus auch Fälle, wo ein Zusammenleben nicht möglich ist.
Lass uns doch einfach so vorgehen, dass wir langsam erarbeiten, was bei euch so mit Moritz und Fine passiert ist.
"Wir haben festgestellt, das die Dame des Hauses meistens anfängt zu "brummen" wenn der Kater ihr zu nahe kommt. Manchmal liegen sie jedoch ca. 20-30 cm vor- bzw. nebeneinander und es passiert gar nichts....."
Dieses "Brummen" ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass Moritz ihr zu nahe gekommen ist. Dafür spricht auch, dass es ok ist, wenn der "Sicherheitsabstand" gewahrt bleibt. All das ist "normal" für Katzen, Kommunikation, die wir Menschen überbewerten. Wenn es so bleiben würde, dann fände ich es nicht änderungswürdig.
"Das nächste Mal gibt es solchen Krach, dass die Kleine mir gnadenlos in die Küche sch...sst . Nachts um 2 Uhr macht das keinen Spaß..."
Moritz hat die von Fine gesteckten Grenzen nicht eingehalten und gedroht (ich vermute ganz stark, dass Moritz als Kater imponieren will). Fine kann vor Angst (sie wird vom Kater eingeschüchtert) ihren Kot nicht mehr anhalten und verrichtet ihr Geschäft außerhalb des Katzenklos. Das ist
so nicht normal.
"Nun, die Kleine geht immer flitzen, wenn Kater kommt - allerdings greift sie ihn auch bei passender Gelegenheit "hinterrücks" an. (z. B. wenn er an ihr vorbei geht und sie auf einem erhöhten Platz liegt)."
Wieder denke ich an Kater-Imponiergehabe. Ich kenne es nur zu gut von hier zuhause: wir leben mit 2 Katern und die Katze hat immer wieder den Rückzug angetreten, bis ihr Selbstbewusstsein stark genug war, um den Angriffen zu trotzen. Dass Fine "hinterrücks" angreift, finde ich ein gutes Zeichen. Immerhin hat sie noch nicht völlig aufgegeben.
"Glaubt ihr, dass wir noch eine Möglichkeit haben die Situation zu ändern -
oder sollen wir es einfach so lassen wie es ist?"
Im Moment würde ich nichts ändern. Bitte berichte doch hier - wenn du magst täglich -, was sich ereignet hat. Vielleicht bekommen wir es gemeinsam hin ? Bitte achte, wenn möglich, auf Ohrenstellung, Schwanzhaltung und das Fell. All das sind Aspekte, die auf den Gemütszustand hinweisen und wichtig für die Beurteilung sind.
Es ist nicht möglich, das alles in einem Posting abzuhandeln, weil hier mehrere Dinge eine Rolle spielen. Bachblüten oder eine homöopatische Behandlung sind sicher angebracht, eine Empfehlung möchte ich derzeit noch nicht abgeben.
Lass dich nicht runterziehen davon, sondern dir unser Beispiel hier zuhause Mut machen. Hier ging nix mehr, absolut gar nichts. Mit einigen Änderungen (ziemlich vielen !) haben wir es geschafft, dass es heute wieder möglich ist, in unserer Anwesenheit alle Katzen zusammen zu lassen. Es war viel schlimmer als bei euch, also Kopf hoch und her mit den Schilderungen der Ereignisse.
LG,
She