Wir sind ja mit unseren Schweifteufeln eine Menge gewöhnt. Dass es im Hause keine Bettwäsche ohne Löcher mehr gibt, keines unserer T-Shirts nicht hier und dort Spuren einer kleinen Rangelei aufweist, immer mal wieder etwas von seinem Platz entfernt wird, um es woanders in aller Ruhe annagen zu können, an das alles haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Mitbringsel in Form eines Blumenstraußes bekommen wir auch nicht mehr - wer mag schon Blumen im verschlossenen Badezimmer oder auf dem obersten Schrank im Büro bewundern ? All das gehört zu unserem Alltag mit den noch recht jungen Katzen.
Dass es vor 2 Jahren in unserer Küche brannte, weil ein Kater (wir wollen hier niemanden verdächtigen) so fasziniert von den kleinen Knöpfen am Herd war und mit seinen Pfötchen so gerne daran rumfummelte, haben wir verschmerzt. Seit der Kindersicherung schlafen wir wieder ruhiger...
Seit gestern müssen wir uns ernsthaft Gedanken machen, wie wir zukünftig unsere Wohnung gestalten, denn so langsam wird es gefährlich
Wir waren gestern anlässlich des Fußballspieles auswärts zum Essen eingeladen. Weil es etwas länger dauerte, kamen wir nicht zur gewohnten Fütterungszeit. Zuhause schien - abgesehen vom abwechselnden Quietschen, Schreien und Brüllen bis zur Heiserkeit, weil man jetzt so langsam Hunger hat - alles in Ordnung. Als wir ins Bett gehen wollten, traf uns der Schlag: irgendjemand (diesmal sahen wir die Handschrift des Übeltäters wie auf einem Autogramm) hatte unsere Holzvitrine mit Glastür aufs Bett gekippt

Alles, was sich darin (meine Teddybärsammlung, Unikate, die mir sehr viel bedeutet) und darauf befand, lag bunt verstreut im Schlafzimmer. Nachdem wir uns von dem Schreck erholt hatten, begannen wir mit der Ursachenforschung. Das Teil ist mächtig schwer und steht fest auf seinen vier Füßen. Selbst ein Mensch müsste mächtig daran rütteln, um es zum Umfallen zu bekommen. Wie also hatte das der Tasmanische Beutelteufel geschafft ?
Gut, auf der Vitrine befanden sich zwei Nikoläuse mit Glöckchen um den Hals, seit langem Objekt der Begierde von Herrn Justin W. Trotzdem blieb es bis heute ein Rätsel, wie ihm diese Schandtat gelang - bei der glücklicher Weise niemand verletzt wurde. Sollen wir vielleicht zukünftig alle Möbel fest mit der Wand verbinden ? Im Moment sind wir ein wenig ratlos.
Lebt ihr auch mit solchen Banausen, die Unmögliches möglich machen, oder ist der kleine Pirat vielleicht doch ein eher seltenes Exemplar ?
Es ist schon wieder so verdächtig ruhig hier, ich gehe mal auf die Suche, was da gerade ausgeheckt wird
Liebe Grüße,
She