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Re: Noch mal Frage zu Trockenfutter

12.10.2005, 21:25

Tigo, das steht u.a. in einem der beiden Links von Ananas:

Manche Katzen mögen jedoch partout kein Dosenfutter oder ziehen "Supermarktdosenfutter" dem hochwertigen Nassfutter vor. In solchen Fällen ist das Füttern von hochwertigem Trockenfutter die beste Fütterungsalternative. Wichtiger als die Darreichungsform ist die Zusammensetzung des Futters. Die Energiedichte, der Fettgehalt und die Verdaulichkeit sind entscheidende Faktoren, die ebenso berücksichtigt werden müssen. Ein energiereicheres und sehr gut verdauliches Katzenfutter führt zu einer geringeren Aufnahme von Gesamttrockensubstanz. Begleiterscheinungen hiervon sind eine geringere Kotmenge (und vermindertes Fäkalwasser), sowie eine erhöhte Harnmenge. Der Harn enthält dadurch eine geringere Konzentration von Mineralstoffbestandteilen, was zur Vorbeugung von Harnsteinen wichtig ist.

12.10.2005, 21:25

Re: Noch mal Frage zu Trockenfutter

12.10.2005, 21:36

Jaja, ich weiß, dass die weniger "äppeln", wenn sie das Zeug kriegen, und es stinkt auch nicht. Ich käm nur nie auf die Idee, das so ohne weiteres gesund zu finden.

Re: Noch mal Frage zu Trockenfutter

12.10.2005, 22:42

Ananas, so ganz ist mir nicht das Fazit deines Postings klar geworden. RC ist schlecht, weil es Zusatzstoffe enthält, die in deinen Links genannt werden ? Welche Alternative gibt es dann deiner Meinung nach, ist Supermarkt-Futter (weil "günstiger") mehr zu empfehlen ? Wenn ja, warum ? Du hast dich ja ganz offensichtlich mit der "Problematik" beschäftigt, und das find ich klasse ! Dennoch fehlt mir so ein bisschen die Schlussfolgerung, liegt vielleicht am Alter Bild

Tigo, wir hatten die Diskussion ja schon oft, besonders anderswo. Mir geht es nicht darum, bestimmte Futtersorten zu verteufeln und bestimmt nicht deshalb, weil sie "niedrigpreisiger" sind. Immer und immer wieder kommen wir zu dem Schluss, dass du deine Erfahrungen gemacht hast (wobei du mir bis heute noch eine Antwort bezüglich des Magnesium-Gehaltes und den Konsequenzen daraus schuldig bist) und ich eben meine.

Wie kann ich es heute wieder klarmachen: Katzen haben bestimmte Anforderung an Nahrung. Wenn die künstlich (und das ist sie wirklich) zugeführt wird, dann nimmt die Katze jede Menge an Stoffen auf, die der Organismus nicht verwerten kann. Nahrung, die (aufgrund ihrer Zutaten und Herstellungsweise) hochwertiger ist, hat eben auch ihren Preis, weil das Verfahren für die Herstellung, die Rohstoffe, Zusatzstoffe etc. aufwändiger ist. Kurz: ist der Input Sch..., kommt eben auch mehr Sch... raus. Ob das mehr stinkt und wie und nach was, versuche ich nicht zu ergründen. Mir reicht, dass was rauskommt, was ich eindeutig als "gute Verdauung" einschätzen kann - und wir hatten hier massive Probleme - also gut isses.

Soviel zur Verdauung Bild

LG,
She

Re: Noch mal Frage zu Trockenfutter

12.10.2005, 23:05

She65 hat geschrieben:(wobei du mir bis heute noch eine Antwort bezüglich des Magnesium-Gehaltes und den Konsequenzen daraus schuldig bist)


Bin ich nicht. Es ging auch nicht um Magnesium, sondern um das Verhältnis Ca/Ph. Das muss in gewissen Abstufungen im Katzenkörper enthalten sein (2:1 oder 3:1, schlag mich, eins ist Pferd, eins ist Katze! :D), und die hochpreisigen Trockenfutter enthalten (oder enthielten vor 10 Jahren??) so enorme Mengen Phosphor, dass bei ausschließlicher Fütterung dieser Futtermittel die Gefahr sehr hoch ist, dass sich das Verhältnis umkehren kann. So geschehen bei meinem Kater seinerzeit, der dadurch massive muskuläre Probleme bekam. Die Muskeln entspannten sich nicht mehr korrekt, sobald er in die Entspannungshaltung kam, zitterte und zuckte der ganze Kater wie bei einem epileptischen Anfall. Bild

Futter abgesetzt, frisches Fleisch gefüttert, Katze nach 5 Tagen gesund.

Re: Noch mal Frage zu Trockenfutter

12.10.2005, 23:15

Ich mag dich nicht schlagen, Tigo. *herz*

Mag nicht mehr Postings durchforsten, ob es Magnesium oder was auch immer war. Und ohne jetzt mit Floskeln zu kommen, lese ich heute Nacht nach und antworte dir bald mit Fakten (div. Literatur über Ernährung, Fachwissen für Tierärzte und ggfs. auch Links, falls repräsentativ). Nur für die Nachwelt... *zwinker*

Apropos epileptischer Anfall: unser Justin hatte vor einem Jahr so etwas - nachdem wir von einer Impfung kamen. Bis vor Kurzem hatten wir an eine Impfreaktion geglaubt, bis wir lasen, dass E-Zusatzstoffe in menschlicher Nahrung diese Reaktionen bewirken könnten. Bei uns gibt es schon mal ein Leckerlie (Krabben z.B.). Und genau dort ist dieser Stoff, der diese Reaktionen hervorruft, enthalten. Unfassbar, nicht allzu bekannt, man lernt eben nie aus.

Re: Noch mal Frage zu Trockenfutter

13.10.2005, 00:20

Nö, She, muss schon Ca/Ph gewesen sein, mit Magnesium hab ich nix am Hut, sprich ich weiß davon nichts. Wäre Linus damals nicht krank geworden, wüßt ich das andere auch nicht. Bild

Witzig, ich hab noch die Tage an Dich gedacht. Ich habe nämlich in einem der endlosen Umzugskarton einen Teil von meinen Tierschutzkramzeiten entdeckt. Die alten Zeitungen von 1995/1996, die wir herausgegeben haben, mit meinen Artikeln und so. Ja, da war ich noch jung und ungestüm! Bild Die Aufzeichnungen des Expertendingens zum TroFu sind allerdings noch irgendwo in der Masse Papier. Vielleicht tauchen sie ja auch nochmal auf. Wobei ich nicht sagen kann, ob die heute noch aktuell wären, man darf ja annehmen, dass sich in der Tierfutterzusammensetzung in den letzten 10 Jahren auch was getan hat?!

Re: Noch mal Frage zu Trockenfutter

13.10.2005, 00:24

She65 hat geschrieben:Mag nicht mehr Postings durchforsten, ob es Magnesium oder was auch immer war. Und ohne jetzt mit Floskeln zu kommen, lese ich heute Nacht nach und antworte dir bald mit Fakten (div. Literatur über Ernährung, Fachwissen für Tierärzte und ggfs. auch Links, falls repräsentativ). Nur für die Nachwelt... *zwinker*


Ach so, nicht, dass ich Dich jetzt in Deinem Eifer bremsen will, aber das muss nicht. Das mit dem Ca/Ph-Verhältnis ist so, das weiß ich aus gesicherten Quellen, da bereits mehrfach bei diversem Getier erlebt. Die Quoten der Verteilung sind zwar anders, aber grundsätzlich darf Phosphor nicht überwiegen, das entspricht auch der Verteilung bei "natürlicher" Ernährung. Und wenn ich mir mal auf die Schnelle ergoogle, dass ein hochpreisiges TroFu 0,80 % Kalzium und 0,60 % Phosphor enthält, ein anderes sogar 1,10 % zu 1,10 % - dann kann ich auch mit schlechtem Zahlenverständnis sehen, dass das nicht ausreichend ist.

Das mit Reaktionen auf Schalentiergenuss hab ich beim Menschen schonmal irgendwo gehört. Bild

Nachtrag:
Offenbar sind sich die Experten selbst nicht einig, wie das richtige Verhältnis sein muss, ich finde Angaben von 1,2:1 bis 1,5 : 1. Ich meine mich zu erinnern, dass es 2:1 sein soll, aber 'n Eid würd ich da auch nicht mehr drauf schwören.
Zuletzt geändert von Tigo am 13.10.2005, 00:32, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Noch mal Frage zu Trockenfutter

13.10.2005, 11:44

tigo, das kenne ich auch. je größer die sch**haufen (irgendwie hat mich dieses wort gepackt), desto mehr "füllmittel" (unverdauliche ballaststoffe), die vom körper wieder ausgeschieden werden.

ich kenne hunde, die überwiegend mit frischfleisch gefüttert werden und die hinterlassen kleine harte haufen, weil alles verdaut und aufgenommen wird.

Re: Noch mal Frage zu Trockenfutter

13.10.2005, 11:47

oh, sorry, hatte nicht gesehen, dass es hier schon eine zweite seite gab. jetzt muss ich erst mal lesen...

Re: Noch mal Frage zu Trockenfutter

13.10.2005, 12:00

Ananas, ich hatte gleich heute morgen eine sooo tolle Antwort erstellt, leider war sie futsch Bild

Hoffentlich bekomme ich noch alles zusammen:

T. hatte den Vergleich vor einigen Jahren gemacht (bevor wir uns kannten). Welche Futtersorten er verglichen hat, kann ich dir nicht sagen. Eukanuba war auf jeden Fall dabei. Von Pedigree Pal oder Frolic hält er z. B. nix. Ich selber halte mich auch jetzt da heraus.

Bei unserer Hunde-Oma legen wir eh nicht mehr ganz so viel Wert darauf, da sie eh schon recht alt für ihre Rasse ist. Zudem konnten wir ihr Futter nur noch bedingt umstellen - sie war es gewohnt, Nassfutter gemischt mit Trockenfutter zu bekommen. Das ließ sich leider nicht mehr ändern.

Ich denke, beim nächsten Hund wird T. noch einmal einen ähnlichen Test machen.

Was wir definitiv festgestellt haben: Bei gutem Futter werden "Urinierstellen" auf Gras nicht braun sondern der Rasen gedeiht noch einmal so gut. Liegt wohl an der Säure im Urin. Bei schlechtem Futter verliert das Fell an Glanz.

Des Weiteren bekommt unser Hund täglich 1 EL Leinöl ins Futter, damit sie nicht so haart. Der Tipp kam von unserem Tierarzt, weil sie anfangs extrem Fell abwarf. Hintergrund war der, dass sie früher so gut wie nie ins Wasser durfte/konnte und bei uns Sommertags mindestens wöchentlich schwimmen darf. Leider war dies die Haut nicht gewohnt und konnte das körpereigenen Fett nicht so schnell reproduzieren. Leinöl fördert diese Funktion und seit dem geht es Alyssa viel besser (und wir müssen nicht mehr so oft saugen).

Re: Noch mal Frage zu Trockenfutter

13.10.2005, 12:27

zaubermaus hat geschrieben:T. hatte den Vergleich vor einigen Jahren gemacht (bevor wir uns kannten). Welche Futtersorten er verglichen hat, kann ich dir nicht sagen. Eukanuba war auf jeden Fall dabei. Von Pedigree Pal oder Frolic hält er z. B. nix. Ich selber halte mich auch jetzt da heraus.


Ach so, ich dachte, er hätte generell nur die hochwertigen Marken verglichen.

Re: Noch mal Frage zu Trockenfutter

13.10.2005, 13:44

Tigo hat geschrieben:Witzig, ich hab noch die Tage an Dich gedacht. Ich habe nämlich in einem der endlosen Umzugskarton einen Teil von meinen Tierschutzkramzeiten entdeckt. Die alten Zeitungen von 1995/1996, die wir herausgegeben haben, mit meinen Artikeln und so. Ja, da war ich noch jung und ungestüm! Bild ....Wobei ich nicht sagen kann, ob die heute noch aktuell wären, man darf ja annehmen, dass sich in der Tierfutterzusammensetzung in den letzten 10 Jahren auch was getan hat?!


Bild Und bei mir hat sich nichts geändert, bin immer noch jung und ungestüm. Das sind Dokumente, die mich wirklich interessieren würden !

Dass sich in den letzten 10 Jahren in der Tierfutterzusammensetzung was getan hat, will ich meinen. Zum Einen sind die Futter optimiert worden (leider nicht immer zum Wohle des Tieres, sondern zum Profit des Menschen Bild ), zum Anderen wurden auch durchaus Erkenntnisse angewendet.

Re: Noch mal Frage zu Trockenfutter

13.10.2005, 14:02

Tigo hat geschrieben:Das mit dem Ca/Ph-Verhältnis ist so, das weiß ich aus gesicherten Quellen, da bereits mehrfach bei diversem Getier erlebt. Die Quoten der Verteilung sind zwar anders, aber grundsätzlich darf Phosphor nicht überwiegen, das entspricht auch der Verteilung bei "natürlicher" Ernährung. Und wenn ich mir mal auf die Schnelle ergoogle, dass ein hochpreisiges TroFu 0,80 % Kalzium und 0,60 % Phosphor enthält, ein anderes sogar 1,10 % zu 1,10 % - dann kann ich auch mit schlechtem Zahlenverständnis sehen, dass das nicht ausreichend ist.

...

Nachtrag:
Offenbar sind sich die Experten selbst nicht einig, wie das richtige Verhältnis sein muss, ich finde Angaben von 1,2:1 bis 1,5 : 1. Ich meine mich zu erinnern, dass es 2:1 sein soll, aber 'n Eid würd ich da auch nicht mehr drauf schwören.


Zu Kalzium und Phosphor...

"Kalzium und Phosphor werden normalerweise zusammen diskutiert, da ihr Metabolismus und die homöostatischen Mechanismen, die ihren Gehalt im Körper steuern, eng miteinander verknüpft sind. Kalzium ist ein wichtiger anorganischer Bestandteil der Knochen: 99% des Kalziumanteils sind im Skelett enthalten, das restliche 1% verteilt sich auf die extra- und intrazellulären Flüssigkeiten. Phosphor ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Knochen. Ca. 85% des Phosphors im Körper sind in einer anorganischen Kombination mit Kalzium als Hydroxylapatit in Knochen und Zähnen enthalten. Der restliche Anteil dieses Minerals befindet sich hauptsächlich in den Weichteilen in Kombination mit organischen Substanzen.

...Das empfohlene Verhältnis von Kalzium zu Phosphor in Futtermitteln liegt für Hunde zwischen 1,2:1 bis 1,4:1 bzw. zwischen 0,9:1 bis 1,1:1 für Katzen.

...Magnesium ist in Futtermitteln weit verbreitet und in hohen Mengen in Getreidekörnern, Hülsenfrüchten und Milchprodukten enthalten. Ein Magnesiummangel tritt bei Hunden und Katzen kaum auf. Jedoch muss auch berücksichtigt werden, dass ein Magnesiumüberschuß im Futter von Katzen eine mögliche Ursache für die Erkrankung der unteren Harnwege der Katze (FLUTD) sein könnte.

...Nährstoffprofil Katzenfutter (nach AAFCO):

Kalzium: mind. 0,6% in der Trockensubstanz bei Erhaltungsbedarf
Phosphor: mind. 0,5% dto.
...
Magnesium: mind. 0,04% dto."

(Quelle: Ernährung von Hund und Katze, Leitfaden für Tierärztinnen und Tierärzte)

Stimmt, Tigo, dass bei einigen "hochpreisigen" Futtern diese Verhältnisse nicht stimmen. Die Alternative wäre immer noch Maus Bild

LG,
She

Re: Noch mal Frage zu Trockenfutter

13.10.2005, 14:17

Ich hab Rauhputz, da lässt sich "zerfledderte Maus" so schlecht entfernen Bild

Re: Noch mal Frage zu Trockenfutter

14.10.2005, 11:38

She, wie gesagt, Magnesium ist nicht mein Spezialgebiet, damit hab ich mich nie so extrem beschäftigt. Wird Kalzium nicht mehr richtig verwertet, z. B. wegen zuviel Phosphor, dann führt das dazu, dass eben z. B. auch der Knochenapparat angegriffen wird. Das mag bei einer Katze vielleicht nicht so DAS riesige Problem sein, aber für einen schweren Hund wird es das um so schneller.

Ich habe ähnliche Probleme bei der Fütterung der Pferd. Wenn man sich da zum Teil die Futterzusammensetzungen ansieht, haut's einem die Füße weg. Da fragt man sich schon, wieso die vermeintlichen Experten solche beschissenen Mischungsverhältnisse teuer verkaufen, die definitiv nicht gesund für die Tiere sind.
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