Wie ein kleines Kind, echt!
Am Freitag nachmittag war die Tochter unseres Vermieters da mit ihrem 11 Wochen alten Tigerkätzchen. Sie wollte es dem Kaspar zeigen, weil der doch so gut wie keine Gelegenheit hat, mit anderen Katzen zu spielen.
Anfangs haben die beiden sich auch ganz lieb beschnuppert und mit Nasenbussi begrüßt. Aber dann haben wir einen groben Fehler begangen: Weil der Kleine eben so niedlich und süß war und wir schon länger keine Babykatze mehr geknuddelt hatten, haben wir uns halt sehr viel mit ihm abgegeben, beschmust, gestreichelt und bewundert.
Als der Kaspar das merkte, fauchte er den Kleinen an, wackelte davon und blieb in einiger Entfernung mit dem Hintern zu uns sitzen. Dabei steckte er bockig den Kopf ein, fauchte und knurrte. Sogar als der Kleine weg war, grummelte er noch zornig vor sich hin.
Wir sind ja völlig dagegen, Katzen zu vermenschlichen. Deshalb haben wir ihm erklärt, dass Babykatzen furchtbar hässlich sind und kein Mensch sie mag und wir sie ja nur aus Mitleid gestreichelt hätten und jeder möchte nur eine Wackelkatze, weil die so wunderbar und selten sind, und wir ihn über alles lieben und auf keinen Fall gegen so ein ekeliges Fellbündel eintauschen würden...
Na ja, das war schon ein wenig übertrieben, aber abends war er dann wieder so gnädig gestimmt, dass wir eine Stunde mit ihm Gassi gehen und anschließend das Bett mit ihm teilen durften.
Er ist ja nicht nachtragend!