Hier kann alles rund um das Thema Katzen gepostet werden. Hunde, Pferde und andere tierische Zwei-, Vier- oder Mehrbeiner sind in dieser Rubrik gern gesehene Gäste ;)
Mein Bruder bewohnt seit ca. 15 Jahren eine alte Villa zur Miete. Nun macht der Vermieter an dem Haus nichts und weil die Kinder groß sind, wollen und müssen sie sich "verkleinern". Zum Haushalt gehört ein großer stattlicher Kater, der jetzt allerdings in die "Jahre" kommt. Der Kater ist Freigänger und eine richtige Raubsau. Da das Haus sehr nah am Wald steht, bringt er schon mal Eichhörnchen, Kaninchen und und und zur Verpflegung nach Hause. Mein Bruder will jetzt aber wieder hierher nach Plauen ziehen und die Katze soll natürlich als Familienmitglied mit. Nur jezt beginnt das Problem. Sie haben schon mal versucht, den Mietz zur Wohnungskatze umzuerziehen. Da er nicht mehr ganz so viel raus geht aufgrund seines Alters, waren sie zuversichtlich. Nur leider ist der Versuch fehlgeschlagen. Peterchen hat starken Protest eingelegt und ist sogar bösartig geworden, weil sie ihn nicht raus lassen wollten. Nun sind sie richtiggehend verzweifelt. Zwar haben sich meine Eltern angeboten, den Kater zu sich zu nehmen (sie haben ein großes Grundstück und wohnen am Stadtrand in einem eigenen Haus) sind aber unsicher, ob das funktioniert. Der Kater "kennt" meine Eltern, weil sie ihn immer füttern, wenn die Familie mal im Urlaub ist. Kann sich so ein alter Kater noch an eine neue Umgebung gewöhnen? Der Umzug ist wirklich sehr nötig. Die Fenster des Hauses sind nicht mehr richtig dicht. Mein Bruder zahlt sich an Heizkosten arm. Sie haben schon extra gewartet, bis die Kinder aus der Schule sind.
Zuletzt geändert von Nettsche am 06.04.2006, 00:34, insgesamt 1-mal geändert.
Tja, mit der Umgewöhnung von Freigängern kenne ich mich nun nicht persönlich aus, meine sind und waren immer reine Wohnungskatzen. Aber nach allem, was man in anderen Foren so liest, soll so etwas klappen, auch mit schon älteren Katzen. Aber vielleicht gibt's ja hier noch Freigang-Spezialisten, die etwas mehr dazu sagen können.
Meiner Erfahrung nach ist nicht pauschal zu sagen, ob man eine Katze von Freigang auf Wohnungshaltung umstellen kann. Ich stand auch vor dem Problem, als ich vor 11 Jahren umziehen musste. Meine Katze konnte ich problemlos mitnehmen, die war sogar froh und glücklich, als sie nicht mehr raus musste zu den bösen anderen Katzen und überhaupt *g*. Aber meinen Kater hab ich schweren Herzens zu meiner Tante auf's Land geben müssen, weil er in der Wohnung durchgedreht wäre. Was du über den ersten Umgewöhnungsversuch bei Peterchen schreibst, klingt halt nicht wirklich ermutigend, wenn das schon mal fehlgeschlagen ist, weiß ich nicht, ob ein neuer Versuch von Erfolg gekrönt wäre. Vielleicht sollte dein Bruder einfach mal mit ihm zu den Eltern fahren und ihn sozusagen urlaubsmäßig ein paar Tage dort lassen, ist ja gut, dass er sie schon kennt. Gerade in der Zeit des Umzugs wäre das vielleicht eine gute Lösung, solchen Stress haben Katzen eh nicht gern. Sicher bräuchte er etwas Zeit zur Eingewöhnung, aber wenn sich deine Eltern liebevoll um ihn kümmern, könnte es klappen. Nur sofort rauslassen sollten sie ihn auf keinen Fall. Meiner Ansicht nach wäre ihm schon mehr gedient, wenn er dort leben könnte, wo er seine Freiheit hat, auch wenn es vielleicht anfangs nicht ganz einfach ist.
Der Kater ist kastriert, aber trotzdem eine Raubsau *lach*. Er hat halt einen sehr ausgeprägten Jagttrieb. Sie hängen halt sehr an dem Tier und hätten ihn gerne bei sich gehabt. Aber es ist schon mal gut, daß sich auch ein älteres Tier an eine neue Umgebung gewöhnen kann. Dann besteht wenigstens noch die Möglichkeit mit meinen Eltern. Ich hätte mich ja auch angeboten, aber ich glaube nicht, daß sich Paulchen mit ihm vertragen würde.
Ich bin jetzt mehrfach mit Freigängern umgezogen. Es klappt. Die ersten Tage sollte man sein Tier in der Wohnung lassen, bis er das neue Revier ausreichend erkundigt hat und dann kann man ihn rauslassen. Eine Woche reicht erfahrungsgemäss und sie machen meist auch nicht so viel Probleme, da der Umzug auch erst einmal verkraftet werden muss. Unsere hat seit dem Umzug ihre Streifzüge immer mehr verkürzt.
Das Problem ist ja bei der Sache, daß der Kater sehr, sehr ländlich bisher wohnt. Sprich, er ist keinen Straßenverkehr gewöhnt. Nun zieht mein Bruder aber wieder in die Stadt. Da käm das Katertier nicht zurecht und würde ganz sicher tödlich verunglücken. Deshalb wollten sie ihn ja zum Stubentieger "umerziehen".
Die Umzüge mit unseren Freigängern liefen genau so wie von Robbie beschrieben.
Der Wechsel vom jagenden Freigänger zum Stubentiger wird sicher nicht funktionieren - das wurde ja schon probiert. Meiner Ansicht nach würde das dem alten Herrn wesentlich mehr Stress bereiten als der Umzug zu den Eltern - und wäre wie gesagt vermutlich letztendlich erfolglos.
Wenn in der neuen Wohnung kein Garten o. ä. vorhanden ist, würde ich schweren Herzens den Kater zu den Eltern geben. Wohl wissend, dass er dort einen schönen, verwöhnten Lebensabend verbringen kann.
Nur,falls es jemanden interessiert.Unser Bruder ist nun umgezogen,und wieder Erwahrtung hat sich das Peterchen in der neuen Wohnung gut eingelebt.Die Wohnung ist sehr gross,geht über 2 Etagen,so das genug Platz für den Katz da ist.Er hat auf jeder Etage ein Katzenklo,die ausgiebig benutzt werden.Wir freuen uns alle mit meinem Bruder,da das keiner erwartet hätte.
Danke Schwesterchen für Deine Ergänzung. Ja, es ist sehr erstaunlich, wie aus einer regelrechten Raubsau ein Stubentiger geworden ist. Nur gut, daß er ebend auch in die Jahre kommt und somit etwas ruhiger. Wir freuen uns natürlich alle mit.