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Es gibt Tage, da will ich nicht mehr...

16.11.2004, 00:05

...heute war einer davon. Ich bin müde und trotzdem ist da die Hoffnung, dass es zu schaffen ist...

Als wir aufstanden, war es friedlich, harmonisch, so, wie man es sich wünscht, wenn 3 Katzen miteinander leben, ein großes Revier zur Verfügung haben und liebevolle "große Katzen".

Ich ging rüber ins benachbarte Haus, das zu unserem Grundstück gehört, die Outdoors zu füttern und zu versorgen. Die Beiden begrüßten mich, gaben Köpfchen und freuten sich auf ihr Fresschen. Katzenklo gereinigt, gesaugt, die beiden Katzen rausgelassen, was für ein schöner Montag.

Drüben empfing mich niemand, ungewöhnlich. Ich folgte den Fellbüscheln, haufenweise und wusste, dass dieser Montag nicht beginnen würde, wie es "normal" war.

Kater fauchend und spuckend im Wohnzimmer, Katze fauchend in Reichweite, anderer Kater schreiend im Flur. Gut, das war wieder einer der Tage, der in letzer Zeit weniger häufig vorkommt seit Beginn unserer Katzenverhaltenstherapie. Aber er war da, und das warf mich ein Stück zurück.

Nach der Trennung von Kater / Kater und Katze ging es heute Abend wieder wie geschmiert: alle sind wohlauf - obwohl ich heute nicht arbeiten konnte, ohne daran zu denken, ob ich sie heute Abend noch alle lebend vorfinde. Ganz im Gegenteil: alles paletti, für heute Abend, Menschen, was macht ihr euch Sorgen ?

Das war etwas für diejenigen, die sich für Verhalten interessieren. Ich lerne jeden Tag, dass Justin zwar ein oller Macho ist, dessen Verhalten nicht sozialisiert ist, aber die Menschen sich mit manchem artypischen Verhalten so gar nicht auskennen. Ich lerne, wie gesagt, und schreite ein, wenn mir was menschisch vorkommt. ;-)

Hoffen wir das Beste, liebe Katzenliebhaber/innen ;-)
Zuletzt geändert von She65 am 16.11.2004, 00:09, insgesamt 1-mal geändert.

16.11.2004, 00:05

Re: Es gibt Tage, da will ich nicht mehr...

21.11.2004, 11:20

She65 schrieb am 15.11.2004 23:05 Uhr:
Nach der Trennung von Kater / Kater und Katze ging es heute Abend wieder wie geschmiert: alle sind wohlauf - obwohl ich heute nicht arbeiten konnte, ohne daran zu denken, ob ich sie heute Abend noch alle lebend vorfinde. Ganz im Gegenteil: alles paletti, für heute Abend, Menschen, was macht ihr euch Sorgen ?



Ach ja, deine Sorgen kann ich gut verstehen. Mir ging es ähnlich, als Pauli damals zu uns kam. Er war ja noch ein Baby und hatte von Rangordnungen und den "Sitten und Gebräuchen" unserer Katzenbande nicht den blassesten Schimmer. Also eckte er dauernd an und wurde z.B. von Arnold schon hin und wieder heftigst in seine Schranken verwiesen. Tagsüber im Büro hatte ich dann auch Visionen von einem blutüberströmten oder die Treppe herunter gefallenen Pauli, den ich abends vorfinden würde. Das hat sich natürlich GsD alles nicht bewahrheitet.

Das war etwas für diejenigen, die sich für Verhalten interessieren. Ich lerne jeden Tag, dass Justin zwar ein oller Macho ist, dessen Verhalten nicht sozialisiert ist, aber die Menschen sich mit manchem artypischen Verhalten so gar nicht auskennen. Ich lerne, wie gesagt, und schreite ein, wenn mir was menschisch vorkommt. ;-)



Ach weisst du, ich glaube, Katzen sind da viel schlauer als wir. Zum einen schlucken sie Eingriffe in ihre "Komfortzone" nicht, sondern reagieren sofort und auf der Stelle eindeutig und verweisen den "Angreifer" deutlich in seine Schranken. So kann sich erst gar kein Groll ansammeln und das Fass irgendwann zum Überlaufen bringen.
Zum anderen neigen sie überhaupt nicht zum "Nachtreten" und zum endgültigen Niedermachen, so wie wir Menschen es oft tun. Sobald der "Gegner" deutlich macht, dass er verstanden hat, ist es auch für den "Angegriffenen" meist erledigt und man geht zur Tagesordnung über. Bei den Katzen kann man sich darauf verlassen, beim Raubtier Mensch leider meist nicht

LG
Gytha

Re: Es gibt Tage, da will ich nicht mehr...

22.11.2004, 00:53

Du hast vollkommen Recht, Gytha, diese normalen Streitereien gehören zum Verhalten, dem ganz typischen Katzenverhalten. Aus solchen Differenzen halten wir uns heraus, wir beobachten, aber wir schreiten nicht ein.

Was hier bei uns passiert ist, war nicht typisch, sondern behandlungsbedürftig. Deshalb freue ich mich, wenn mal ein Tag "typisch" verläuft, weil wir soviele davon bisher nicht erlebt haben. Unsere Therapie ist seit letztem Mittwoch beendet. Fazit: das Schlitzohr muss beobachtet werden und bedarf besonderer "Behandlung". Und genau das kriegt er hier.

Nach Kenntnis, die wir nun haben, sollten wir uns vor Augen halten, dass Kater und Kätzinnen einfach unterschiedlich in ihrem Wesen sind. Wer keinen Justin in seiner Population hat, der hat einen Vorteil: er benötigt in der Regel keinen Therapeuten, sondern nur seinen gesunden Menschenverstand - mit Katzeneinfühlungsvermögen
Zuletzt geändert von She65 am 22.11.2004, 00:55, insgesamt 1-mal geändert.
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