Ihr ward ja fleißig
Alarich, das, was du über TK schriebst (*zwinker zu Tigo* in der Tat liest es sich ein bisschen wie Schleichwerbung für den Bofrost-Lieferer, dennoch kürze ich gerne so ab), finde ich ziemlich gut getroffen, mehr noch, es hat mich sehr berührt. Warum fängst du nicht (endlich) damit an, es zu "lernen" ? (kein Dringen, nur Hoffnung)

Du wärst eine Bereicherung für unser Netzwerk (oder bist du etwa schon dort und ich ahne es noch nicht einmal ?)
Tigo, ich kenne dich nicht anders, du Zweiflerin

Aber das ist ok, als ich anfing damit, brauchte ich für alles, was ich fühlte, "Beweise". Ich erinnere mich noch daran, als ich meinen Kater, der oben auf dem Kratzbaum schlief, herunter holte. Bestimmt 20 mal habe ich ihn telepatisch um dieses Zeichen gebeten, nachdem er mir mürrisch mitteilte, dass er jetzt schlafen würde und dieser "Beweis" einfach lächerlich wäre. Immerhin hat er die Wichtigkeit meines lächerlichen Anliegens verstanden und er kam.
Was ist Kommunikation ? Besteht sie nur aus Worten, Gesten oder ist da vielleicht doch mehr im Spiel ? Wie oft haben wir gesagt "ich wusste es", wenn irgend etwas passierte, das wir ahnten ? War es Intuition oder gar Telepatie ? Oder kommunizieren wir, während wir telepatieren ?
Wenn man bedenkt, dass jeder Mensch jeden Tag Tausende, wenn nicht gar Millionen Gedanken ins Universum schickt, von denen viele an einen speziellen Menschen gerichtet sind, wie sollte der/die Spezielle sie empfangen ? Wenn sie jedoch gezielt gerichtet werden, dann werden sie auch empfangen. Wir erleben es doch immer wieder: der Gedanken an einen Menschen - und gerade dann ruft er/sie an. Nicht anders funktioniert TK auch. Ein Kanal wird frei geschaltet und die Kommunkation erfolgt - wobei Tiere wesentlich "reiner" kommunizieren (und deshalb ist es auch einfacher als mit Menschen), weil sie die ablenkenden Gefühle nicht besitzen.
Es ist schon ein bisschen her, seitdem ich anfing mit der "Ausbildung" zur TK. Meine "Lehrerin" ist damit aufgewachsen, mit Tieren zu sprechen, ist Schamanin, empatisch und besitzt den Reiki-Meistergrad. Was ich an ihr besonders schätze ist, dass sie nicht der Licht-und-Liebe-Fraktion angehört, sie ist Mensch und hat auch gelegentlich äußerst menschliche Züge

Zu Beginn haben wir unzählige Male als Übung mit Menschen telepatiert, um ein Gefühl für unsere eigenen Gefühle zu bekommen. Das ist wichtig, weil all das Eigene die Interpretation der Kommunikation mit Tieren sehr stört. Und dann ging es weiter...
Ich empfange neben Bildern und Gefühlen glücklicherweise auch oft Worte, manchmal auch Sätze. Manchmal ist es eine ungewohnte Wortwahl, die die Tiere äußern, oft muss ich wirklich interpretieren in Zusammenarbeit mit dem Halter. Wer würde vermuten, dass ein Tier seine kürzlich entsorgte gelbe Quietsche-Ente vermisst, wenn es mir "ich will das Gelbe zurück" mitteilt ?
Im Fall deines Pferdes: es ist absolut entgegen der Ethik (und die lernt man wirklich bis zum Umfallen in den Seminaren), ein Tier mit Fragen zu bombardieren (meine eigenen Tiere reagieren allergisch auf diese Vorgehensweise), oder es gar nach schlimmen Krankheiten zu befragen. Was sollte ein Tier antworten, dass tödlich erkrankt ist ? Meistens wissen sie das gar nicht, können höchstens signalisieren, wo es weh tut. Außerdem - und das ist das Wichtigste überhaupt - haben Tiere ein ganz anderes Gefühl, was Tod angeht. Sie wissen genau, wann der Zeitpunkt des Gehens gekommen ist und halten nicht am Hier fest. Warum auch, es geht ja immer weiter.
Es ist nicht alles erklärbar, und dennoch ist es eine wunderbare Form, sich den Tieren zu nähern und mit ihnen eins zu sein. Wenn auch nur für eine kurze Zeit.
LG,
She