Das ist eine geniale Story, Robbie!
Ich kann nur die Geschichte anbieten, als mein Pferdemann als echtes Stadtpferd zum ersten Mal in seinem Leben mit einer Muffelwildherde konfrontiert wurde.
Für die "Unwissenden" - Muffel sind Wildschafe, etwas kleiner als Rehe, mit mächtigem Geweih (ob das bei denen so heißt?), und mit relativ stoischem Gemüt. Allerdings können sie ziemlich Tempo machen ... Hier wurden sie vor Jahren ausgewildert, haben sich massiv vermehrt, leben in großen Herdenverbänden.
Tja, sowas kennt das Ruhrpottpferd nicht, das direkt neben der A3 nach Holland groß wurde. Und irgendwann ritten wir dann aus, und mitten in der Pampa kam dann eine gute 20köpfige Muffelherde im wilden Galopp auf uns zugelaufen.

Ich bin kein Pferd, kein Fluchttier, aber die Teile flößen einem mächtigen Respekt ein!
Mein armes Stadtpferd, wohlerzogen und gehorsam, hat sich dafür entschieden, vorrübergehend mal unsichtbar zu werden. Er hat alle Viere in den Boden gerammt, ist leise schnaufend stehen geblieben, hat am ganzen Leib geschlottert, den Kopf zwischen die Beine gesteckt und gewartet.
Kurz vor uns ist die Herde abgedreht und hat dann auf dem Feld schön für Flurschaden gesorgt. Es hat mich mächtige Überredungskünste gekostet, Shigon an der Truppe vorbeizureiten.
Inzwischen kennt er sie, sie kennen uns, wir können sie mit 20-30 Metern Abstand passieren. Sie schauen dann maximal gelangweilt kauend hoch "Ach, die schon wieder!".
Ziemlich irre, was man mit den Pferden im Busch so alles erleben kann! Rennen mit Rehen hatten wir noch nicht, wir messen uns gelegentlich nur mal mit Radfahrern, die aber meist so erstaunt sind, dass sie zu langsam für uns fahren. Wir gewinnen immer!